Wie man in Berlin mit anwaltlicher Hilfe Lohnklage einreicht..

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Arbeitgeber und Arbeitnehmer verpflichten sich mit einem Arbeitsvertrag gegenseitig vetrauensvoll zusammenzuarbeiten. Verstößt der Arbeitnehmer gegen den Arbeitsvertrag und kommt beispielsweise öfters zu spät zur Arbeit, darf der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis kündigen. Auch der Arbeitgeber muss die Pflichten im Arbeitsvertrag einhalten und muss zum Beispiel dafür sorgen, dass die vereinbarte Lohnzahlung rechtzeitig erfolgt.

Gerät die Zahlung in Verzug, so kann der Arbeitnehmer eine Lohnklage beim Arbeitsgericht einreichen. Er muss jedoch beachten, dass die Klage spätestens in drei Jahren ab dem Ende des Kalenderjahres erhoben wird. Dabei ist es unwichtig, aus welchen Gründen die Lohnzahlung nicht erfolgte und ob der Arbeitnehmer den Arbeitgeber vor der Lohnklage abgemahnt hat.

Das bedeutet aber keineswegs, dass man sich ohne Abwägung aller Umstände eine Lohnklage trauen sollte. Ist der nicht gezahlte Lohn das einzige Problem mit dem Arbeitgeber, so sollte man sich zuerst fragen, ob eine Lohnklage das Verhältnis mit dem Arbeitgeber für immer gefährden könnte.

OFFENES GESPRÄCH MIT DEM ARBEITGEBER

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Deshalb empfiehlt es sich, mit dem Arbeitgeber über das Problem ein offenes Gespräch zu führen und ihn dazu zu bringen, den Lohn zu zahlen. So kann man die Gefahr ausschließen, dass der Arbeitgeber, dem finanziell nicht gut geht, nach einer erfolgreichen Lohnklage die Bedingungen für den Arbeitnehmer erschwert. Auch eine Abmahnung kann den Arbeitgeber dazu bewegen, dass er seine Möglichkeiten prüft und den rückständigen Lohn doch zahlt. Eine solche Abmahnung ohne Erfolg kann im Falle einer Lohnklage dem Arbeitnehmer helfen.

Eine andere Entscheidungsfrage stellt sich aufgrund der nicht abgeführten Sozialversicherungsabgaben. Wer beim Arbeitsgericht nur den Nettolohn einklagt, kann damit rechnen, dass der Arbeitgeber die Sozialversicherungsabgaben an das Finanzamt und an die Krankenkasse nicht abführt. Der Arbeitgeber kann sich nämlich an das Zuflussprinzip anlehnen und neben der Lohnzahlung auch die Abführung der Lohnsteuer und des Arbeitnehmeranteils an Sozialbeiträgen vernachlässigen.

BRUTTOLOHKLAGE KANN SIE VOR WEITEREN PROBLEMEN SCHÜTZEN

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Nach diesem Prinzip werden diese erst dann fällig, wenn dem Arbeitnehmer der Nettolohn zugeflossen ist. Beansprucht der Arbeitnehmer beim Gericht nur den Nettolohn, so kann es schwer werden, den Arbeitgeber dazu zu bewegen, den Bruttolohn zu zahlen und einen weiteren Nachteil zu beseitigen. Deshalb empfiehlt es sich, den Bruttolohn zu beanspruchen und die Sozialversicherungsabgaben nach dem gewonnenen Prozess selbst abzuführen.

Die Bruttolohnklage ist vor allem deshalb wichtig, da der Arbeitnehmer vom Finanzamt im Falle einer drohenden Insolvenz als Zweitschuldner bezeichnet und zur Zahlung der Abgaben gezwungen werden kann. Auch hinsichtlich der Berechnung der Verzugszinsen ist es ratsam, sich für eine Bruttolohnklage zu entscheiden und im Antrag klar und deutlich anzumerken, dass es sich um „brutto“ handelt.

Ein nicht gezahlter Lohn kann manchmal das Leben durcheinander bringen, sodass der Arbeitnehmer nicht einmal die Miete zahlen kann. In solchen Notsituationen kann man neben der Erhebung der Lohnklage einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung stellen. Für die Entscheidung wartet man diesmal nur zwei bis drei Wochen und der Arbeitgeber kann mit diesem Eilverfahren zur Zahlung verpflichtet werden.

Ein Arbeitnehmer, der mindestens zwei Monatslöhne nicht erhalten hat, kann vom Zurückbehaltungsrecht profitieren. Dieses Recht ermöglicht, dass der Arbeitnehmer bis zur Zahlung der Monatslöhne nicht arbeitet. Das Arbeitslosengeld, das der Arbeitgeber in diesem Zeitraum von der Arbeitsagentur bekommen hat, ist vom Arbeitgeber zurückzuerstatten.

GESCHEITERTE LOHNKLAGE KOSTET NICHTS

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Benachteiligte Arbeitnehmer brauchen für eine Lohnklage grundsätzlich keinen Rechtsanwalt. Wer eine Lohnklage selbst erhebt, hat keine Kosten zu fürchten. Auch eine gescheiterte Lohnklage kostet nichts. Eine Lohnklage ist aber riskant und man weiß nicht immer, welche Erfolgsaussichten man hinsichtlich der Situation des Arbeitnehmers, aber auch des Arbeitgebers hat. Vor allem der Antrag für das Eilverfahren beinhaltet rechtliche Schwierigkeiten und man braucht oft die Hilfe eines Rechtsanwalts für Arbeitsrecht, der sich die Gesamtsituation anschaut und mit Beratung aber auch Vertretung zur Seite steht.

Sollten Sie also mit speziellen arbeitsrechtlichen Problemen konfrontiert sein, steht Ihnen rechtliche Expertensoforthilfe durch Herrn Orhan Şahin zur Verfügung. Sie können sich der ordnungsgemäßen Wahrnehmung und Wahrung Ihrer Interessen in Ihren arbeitssrechtlichen Angelegenheiten bei Lohnklage durch Şahin, Ihren Rechtsanwalt für Arbeitsrecht, gewiss sein. Hierbei ist eine Betreuung auch in türkischer Sprache möglich.

Orhan Sahin
Orhan Sahin
Orhan Sahin vertritt seine Mandanten als Fachanwalt für Verkehrsrecht in allen verkehrsrechtlichen Angelegenheiten. Sahin hat sich auch als Rechtsanwalt auf das Arbeitsrecht spezialisiert und bietet in Berlin auf beiden Rechtsgebieten sofortige Experten-Hilfe. Durch seine fließende Sprachkenntnisse in Türkisch ist er als Berater und Verteidiger ein starker Partner und verliert dadurch keine wichtigen Details, Besonderheiten und Sonderfälle aus den Augen.