Pflichtverteidigung ist keine Verteidigung zweiter Klasse

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Der Rechtsstaat sieht vor, dass jeder Beschuldigte die Möglichkeit hat, von einer wirksamen Verteidigung durch einen Anwalt zu profitieren. Mit diesem Prinzip will der Rechtsstaat alle Menschen unabhängig von ihren Einkommensverhältnissen vor ungerechtfertigten Anschuldigungen schützen. Pflichtverteidigung ist also eine notwendige, selbstversändliche Folge dieses Prinzips und dadurch wird möglich, dass ein Strafverteidiger in bestimmten Fällen mitwirkt.

Beschuldigte haben Anspruch auf eine notwendige Verteidigung, wenn

  • ihnen eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr droht,

  • ein Verfahren in erster Instanz vor dem Landes- oder Oberlandesgericht verhandelt wird,

  • ihnen ein Verbrechen vorgeworfen wird,

  • sie in Untersuchungshaft sitzen,

  • die Gerichtsverhandlung zu einem Berufsverbot zur Folge haben kann,

  • die Sach- oder Rechtslage komplex und schwierig ist.pflichtverteidigung 4 - Pflichtverteidigung ist keine Verteidigung zweiter Klasse

In solchen Fällen wird der Beschuldigte aufgefordert, einen Wahlverteidiger zu benennen. Sucht der Beschuldigte sich keinen Wahlverteidger aus, so wird dann vom Gericht ein Pflichtverteiger beigeordnet. Weder der Wahlverteidiger noch der Pflichtverteidiger bieten eine Verteidigung zweiter Klasse, wie man oft annimmt. Pflichtverteidiger sind keine unerfahrene Rechtsanwälte, die für diejenigen Beschuldigten zur Verfügung stehen, die sich keinen Rechtsanwalt leisten können. Bei diesen Strafverteidigern handelt es sich um Rechtsanwälte, ja sogar um Fachanwälte für Strafrecht, die die gleichen Qualifikationen und Sorgfalt besitzen und für den Beschuldigten die notwendige Zeit und Mühe investieren. Trotzdem ist es ratsam, den Rechtsanwalt selbst zu bestimmen und von einer Wahl-Pflicht-Verteidigung durch einen Juristen zu profitieren, zu dem ein Vertrauensverhältnis besteht.

In diesem Fall kann der vom Beschuldigten gewählter Rechtsanwalt mit einem Antrag als Pflichtverteidiger beigeordnet werden. Andernfalls erfolgt die notwendige Verteidigung über einen Rechtsanwalt oder sogar über einen Rechtsreferendar, der mit dem Ermessen des Richters beigeordnet wird. Daher empfiehlt es sich, sich schnell einen Pflichtverteidiger auszusuchen.

pflichtverteidigung3 - Pflichtverteidigung ist keine Verteidigung zweiter Klasse

Der Beschuldigte bezahlt den Pflichtverteidiger zunächts nicht. Der Pflichtverteidiger erhält aber sein Honorar von der Staatkasse. Im Falle einer Verurteilung muss der Beschuldigte einen Teil der entstandenen Kosten übernehmen. Es gibt aber auch Fälle, die den Beschuldigten dazu verpflichten, die ganzen Kosten, auch das Honorar zu übernehmen. Wird der Beschuldigte aber freigesprochen, so muss er keine Verfahrenskosten und auch keine Kosten für die Pflichtverteidigung zahlen.

Sollten Sie also mit speziellen strafrechtlichen Problemen konfrontiert sein, steht Ihnen rechtliche Expertensoforthilfe durch M. Fatih Karasu zur Verfügung. Sie können sich der ordnungsgemäßen Wahrnehmung und Wahrung Ihrer Interessen in Ihren strafrechtlichen Angelegenheiten durch Karasu, Ihren Fachanwalt für Strafrecht, gewiss sein. Hierbei ist eine Betreuung auch in türkischer und kurdischer Sprache möglich.

 

 

Fatih Karasu
Fatih Karasu
M. Fatih Karasu +49 30 75 52 41 42 vertritt seine Mandanten als Fachanwalt für Strafrecht in allen allgemeinen Strafsachen. Ein zweites Rechtsgebiet, auf das der Rechtsanwalt Karasu sich spezialisiert hat, ist das Ausländerrecht. Dank seiner Vita hat er Kenntnisse aus dem islamischen und türkischen Recht. Durch seine fließende Sprachkenntnisse in Türkisch und Kurdisch ist er als Berater und Verteidiger ein starker Partner und verliert dadurch keine wichtigen Details, Besonderheiten und Sonderfälle aus den Augen.