Hunderte von Kennzeichen Nummernschild-Banden vor Gericht zugelassen

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Moabit –

Miese Abzocke bei Kfz-Zulassungen. 1.180 Autofahrer wurden laut Anklage betrogen, als sie ein Fünf-Tage-Nummernschild beim Zulassungsdienst K. in Kreuzberg kauften. Nun stehen gleich zwei mutmaßliche Betrüger-Banden vor Gericht.

Acht Männer und eine Frau, in Haft nur noch Yakup K. (52). Ermittler halten ihn für den Chef der einen Bande. Sein Sohn Murat K. (25) und Tochter Müjde (28) sind mitangeklagt. Unter dem Deckmantel des Kfz-Zulassungsdienstes der K.s in der Jüterboger Straße sollen gefälschte Kurzzeitkennzeichen verkauft worden sein.

Falsche Siegel und Fahrzeugscheine, die aus Sicht der Polizei Mitglieder einer libanesischen Großfamilie geliefert haben sollen. Beihilfe zum Betrug und Urkundenfälschung wird Mohammed R. (43), Imad R. (38) Sakarya R. (23) und Omar R. (29) vorgeworfen.

Fünf-Tage-Nummernschilder werden bei Überführungs- oder Probefahrten eingesetzt. Gutgläubig seien jene gewesen, die bei der Firma K. kauften. Bis 120 Euro zahlten sie und gingen davon aus, dass der gebotene „Rund-um-die-Uhr-Service“ ordnungsgemäß über die Zulassungsstelle läuft, damit auch Versicherungsschutz besteht.

Doch die R.s sollen auf Bestellungen der K.s aus dem Container 23 hochprofessionell gefälscht haben. Zwei „straff organisierte Banden“ hätten da eng zusammengearbeitet, so schätzen Ermittler ein.

Als am 8. Februar Handschellen klickten, war von einer möglichen Beute von 400.000 Euro bei rund 920 Fällen die Rede. Die Anklage ist auf 247 mutmaßliche Fälle bei der einen, 96 bei der anderen Gruppe beschränkt – mit 100.000 Euro Einnahmen. Ob es Aussagen gibt, ist noch offen. Bis 8. September wollen Anwälte die Gerichtsbesetzung prüfen. KE.

Quelle: http://www.berliner-kurier.de/24666498 ©2017