Güterrecht in Berlin | KOSU Rechtsanwälte – Fachanwalt für Familienrecht

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Familienrecht-Güterrecht

In vielen glücklichen Ehen ist es kein Thema, wer welches Vermögen hat und wie es überhaupt aufgeteilt werden soll. In solchen Ehen wird das Vermögen oft als gemeinsames Vermögen verstanden oder die Ehegatten wissen, was wem gehört, weil sie vor oder während der Eheschließung alles geregelt haben.

Wenn die glückliche Ehe zu scheitern beginnt, hören viele Ehepartner zum ersten Mal vom Güterrecht, das die vermögensrechtlichen Beziehungen regelt. Steht im Ehevertrag nichts über die vermögensrechtlichen Verhältnisse, so gilt der familienrechtliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft.

Das Gesetz sieht aber nicht vor, dass beide Ehegatten nur gemeinsames Vermögen besitzen. Eheschließung bedeutet nicht, dass man alles, was man vor oder während der Ehe gekauft hat, mit dem Ehegatten teilen muss. Problematisch wird es nur dann, wenn ein Ehegatte sein gesamtes Vermögen ohne Zustimmung des anderen Ehegatten verkaufen will.

Auch im Falle einer Scheidung darf der Eigentümer nicht auf sein gesamtes Vermögen Anspruch erheben. Das Gesetz berücksichtigt, dass während der Ehe der eine Ehepartner gearbeitet und der andere sich um Kinder gekümmert hat und sieht aufgrund dieser Rollenverteilung vor, dass ein Zugewinnungsausgleich stattfindet.

Die Ehepartner haben aber während ihrer Ehe die Möglichkeit, auf den  gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft zu verzichten und sich für einen anderen Güterstand zu entscheiden. Für diese Vereinbarung muss ein notarieller Ehevertrag abgeschlossen werden. Die Eheleute müssen hier aber beachten, dass die Änderung im Ehevertrag erst für die Zukunft wirkt.

Eine der beiden Änderungsalternativen ist die Gütertrennung. Durch diese Vereinbarung akzeptieren beide Ehegatten, die während der Ehe ihr eigenes Vermögen behalten und verwaltet haben, dass nach einer Scheidung jeder nur auf sein eigenes Vermögen Anspruch erheben kann.

Die zweite Änderungsalternative ist die Gütergemeinschaft. Mit der Gütergemeinschaft wird das gesamte eheliche Vermögen der beiden Ehegatten als ein gemeinschaftliches Vermögen verstanden. Alles was die beiden Egegatten in die Ehe eingebracht oder während der Ehe erworben haben gilt als Gesamgut der beiden und tritt eine Scheidung ein, hat jeder einen halben Anteil an dem gesamten Vermögen.

Die Auseinandersetzungen rund um die Aufteilung des Vermögens sind in allen Fällen ziemlich kompliziert und für eine Lösung ist die Vertretung eines kompetenten Fachanwalts von großer Bedeutung. Sowohl der Zugewinnausgleich, als auch die Gütertrennung und die Gütergemeinschaft haben neben Vorteilen auch Nachteile und wenn es sich noch um ein Grundeigentum, Schulden oder den Tod des Ehegatten handelt, kann die Lage äußerst schwierig sein. Damit diese Schwierigkeiten gespart werden, unterstützt Sie Mustafa Özdemir, unser Fachanwalt für Familienrecht, auch bei Problemen, die das Güterrecht betreffen. Hierbei ist eine Betreuung auch in türkischer und englischer Sprache möglich.