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Mietrecht-Eigenbedarf

Die Kündigung eines Mietvertrags kann auch durch den Vermieter erfolgen. Der häufigste Grund für eine Kündigung durch den Vermieter ist der Eigenbedarf. Hat der Vermieter vor, in seine eigene Wohnung, die er vermietet hat, einzuziehen, muss er Eigenbedarf haben. In diesem Fall erwartet das Gesetz von dem Vermiter, dass entweder er oder seine Familienangehörigen die Wohnung aus nachvollziehbaren Gründen benötigen.

Als nachvollziehbarer Grund gilt zum Beispiel, wenn der Vermieter die gekündigte Wohnung als Altersruhesitz nutzen will. Auch ein Vermieter mit Kinderwunsch kann in seine eigene Wohnung einziehen, weil er eine größere Wohnung brauchen wird. Ein anderer vernünftiger Grund ist die berufliche Nutzung. Vermieter, die ihre Wohnung nur als Arbeitzimmer verwenden wollen, können den Mietvertrag kündigen.

Zu den Familienangehörigen, die aus vernünftigen Gründen die Kündigung eines Mietvertrags ermöglichen können, zählen Ehepartner, Eltern, Großeltern, Kinder, Enkelkinder, Geschwister,  Kinder der Geschwister und Schwiegerkinder. Auch für die Haushaltsangehörige wie die Pflegekraft kann der Eigenbedarf geltend gemacht werden.

Die Eigenbedarfskündigung bedeutet für viele Mieter ein Albtraum. Deshalb muss der Vermieter mit einem Kündigungsschreiben deutlich machen, aus welchem Grund die Wohnung benötigt wird. Schwierig wird es für den Vermieter auch dann, wenn er andere Wohnung hat, die mit der gekündigten Wohnung vergleichbar ist und leer steht. In so einem Fall muss er begründen, warum er unbedingt in eine Wohnung einziehen will, die er vermietet hat.

Kann ein Vermieter begründen, dass er oder seine Familienangehörigen die Wohnung auf jeden Fall benötigen, muss er noch die Kündigungsfrist berücksichtigen. Für die Mieter, die zwischen 0 bis 5 Jahren in der Wohnung lebten, beträgt die Kündigungsfrist drei Monate. Lebten die Mieter zwischen 5 bis 8 Jahren in der Wohnung, so erhöht sich die Frist auf 6 Monate. Die Kündigungsfrist beträgt ab 8 Jahren maximal 9 Monate.

Ein Kündigungsschreiben vom Vermieter bedeutet jedoch nicht, dass der Mieter ihm unbedingt folgen sollte. Der Mieter kann der Kündigung widersprechen. Bedeutet der Auszug wegen der Eigenbedarfskündigung eine besondere Härte für den Mieter, besteht die Möglichkeit eines Widerspruchs. Es gibt auch Fälle, die sich vor allem durch die Unterstützung eines Rechtsanwalts heraustellen und einen Auszug verhindern.

Es gibt beispielsweise Vermieter, die sich von ihren Mietern aus verschiedenen Gründen retten wollen oder den Eigenbedarf nur vorgeben und später die Wohnung selten, zu anderen Zwecken oder gar nicht benutzen, an einen anderen mehr Gewinn bringenden Mieter vermieten usw. Zum Missbrauch des Eigenbedarfs gehört auch, dass der Vermieter trotz anderer leerstehender Wohnungen die bewohnte Wohnung kündigt oder in eine riesen große Wohnung mit nur einem Kind unbenötigterweise einzieht. Auch wenn es sich herausstellt, dass der Grund für die Kündigung  schon vor dem Abschluss des Mitvertrags vorgelegen hatte, ist die Kündigung unwirksam.

Wichtig ist aber, dass der Mieter den Missbrauch vor dem Auszug erkennt. Gelingt das dem Mieter, kann die Kündigung verhindert werden. Wenn der Mieter aber den Missbrauch erst nach dem Auszug erkennt, kann die Kündigung nicht mehr rückgängig gemacht werden. Mögich ist in diesem Fall nur, dass der Vermieter Teile der entstandenen Kosten wegen des Umzugs, der Renovierungen oder der höheren Mietausgaben für die neue Wohnung übernimmt.

In solchen Fällen stehen Rechtsanwälte mit Rat und Tat zur Seite. Sie können sich der ordnungsgemäßen Wahrnehmung und Wahrung Ihrer Interessen in Ihren  Angelegenheiten, die die Eigenbedarfskündigung betrifft, bei einer Vertretung durch Mustafa Özdemir, unseren Rechtsanwalt für Mietrecht gewiss sein. Hierbei ist eine Betreuung auch in türkischer und englischer Sprache möglich.